Die Intensive Palliative Begleitung

Zum Konzept der Intensiven Palliativen Begleitung gehört es nicht, eine eigene Station im Altenpflegeheim zu errichten oder wie in einem gewöhnlichen Hospiz Möglichkeiten dafür zu schaffen, Sterbende speziell für die Phase des Sterbens in das Altenheim aufnehmen zu können: Intensive Palliative Begleitung ist integraler Bestandteil des gesamten Pflegekonzeptes und richtet sich an die bereits im Altenheim wohnenden Menschen.

Die Beraterin für die letzte Lebensphase

Teil dieses Konzeptes ist die Unternehmensentscheidung der CBT-mbH eine Beratung für die letzte Lebensphase anzubieten. Dies soll den Willen der Bewohnerinnen und Bewohner und damit die Patientenautonomie in den Mittelpunkt der medizinisch-pflegerischen Versorgung und Betreuung am Lebensende stellen. Unsere Stiftung fördert diese Weiterbildung der dazu benötigten Fachberaterin. Frau Maria Menger wird im Herbst 2021 ihre Tätigkeit im Wohnhaus Emmaus aufnehmen. Sie ist im Haus bekannt und hat dadurch schon einen Zugang zu den Bewohnerinnen und Bewohner. Die Palliativkultur wird sie entsprechend der Wünsche der Betroffenen gestalten.

Die Hospizschwester

Neben dieser Fachberaterin steht mit Schwester Lancy eine qualifizierte Fachfrau als Begleiterin für die betroffenen Bewohnerinnen udn Bewohner des Hauses, deren Angehörigen und auch für die Mitarbeitenden in der Pflege zur Verfügung. Als feste Partnerin der Sterbenden unterstützt sie diese, deren Angehörige und Mitarbeitenden in der Begleitung der letzten Lebensphase.

Die ehrenamtlichen Begleiterinnen

Mehreren ehrenamtliche Hopsizbegleiterinnen unterstützen Schwester Lancy, welche durch verschiedene Vorbereitungskurse sich für die Begleitung sterbender Menschen und ihre physischen, psychosozialen, spirituellen und medizinisch-pflegerischen Bedürfnissen qualifiziert haben.

Dieses ganzheitliche Konzept im CBT-Wohnhaus Emmaus hat mehr als den unmittelbaren Begleitprozess Sterbender im Blick. Schon die gedankliche Auseinandersetzung mit möglichen Verläufen, Prognosen, aber auch Komplikationen dient der Förderung der Autonomie und der Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner. Aufklärung und Information über die medizinisch-pflegerische Versorgung und Betreuung am Lebensende unterstützen dies.

Intensiv – von Anfang an

Die Intensive Palliative Begleitung setzt bei der Begrüßung der neuen Bewohnerinnen udn Bewohner ein. Bereits in der Einzugsphase stellt sich die Fachberaterin und die Hospizschwester vor und geben Einblick in ihre Arbeit. Sie vermitteln den neuen Bewohnerinnen und Bewohner das Gefühl, sich bei Schmerzen, in schwerer Pflegebedürftigkeit und im Sterbeprozess in besonderer Weise medizinisch und menschlich begleitet wissen zu dürfen.

Verschlechtert sich der Zustand eines Bewohners oder einer Bewohnerin oder zeichnet sich der Beginn eines Sterbeprozesses ab, wird die Fachberaterin und die Hospizschwester unverzüglich von den Wohnbereichen verständigt. Entsprechend der festgelegten Schritte für die letzte Lebensphase werden beide in die weiteren Planungen hinsichtlich der Pflege und Begleitung einbezogen. So wird sichergestellt, dass jede und jeder die Möglichkeit einer zusätzlich fachlichen Begleitung kommt.

Auch bei schwierigen Entscheidungen, wie einer möglichen Krankenhauseinweisung, werden die Fachberaterin und die Hospizschwester angehört. Sie beraten mit den Verantwortlichen des Wohnbereiches das weitere Verhalten und nehmen den Konsultationsprozess mit den behandelnden Ärzten auf. Die Begleitung orientiert sich flexibel am Bedarf der/des Betroffenen. Auch in den Nächten und bei Abwesenheiten durch z.B. Urlaub sind Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zu erreichen. Eine rundum Begleitung ist somit gewährleistet. Nach dem Tod eines Menschen sorgt die Hospizschwester in Zusammenarbeit mit den Wohnbereich-Verantwortlichen für die Aufbahrung und Verabschiedung des Toten/der Toten. Die trauernden Angehörigen werden zudem begleitet.

„Integriertes Hospiz“ und „Intensive Palliative Begleitung“

Sterbebegeleitung und palliative Pflege in den Altenhilfeeinrichtungen kann auch in Zukunft nur durch private Spenden gesichert werden: Das ursprünglich als dritter Weg neben ambulanter palliativer Betreuung und stationärem Hospiz gedachte Modell wird aber nicht von den Kassen finanziert. Darum kommt seit vielen Jahr die erforderliche Unterstützung aus Mitteln der Rheinviertel-Stiftung, Spenden sowie von der CBT-mbH.

Seit dem Jahr 2020 wird von der Hospiz-Stiftung Düker Wolckenhaar die Intensive Palliative Begleitung im CBT-Wohnhaus Emmaus zusätzlich unterstützt.